Erik Martin: Werner Helwig

 

Muschelhaufen 26 A

Sonderausgabe Werner Helwig

Autor und Herausgeber: Erik Martin

2. erweiterte Neuauflage, Viersen 1991, 350 Exemplare (vergriffen), 130 + 6 Seiten, Broschur, mit einem Nachwort von Richard Bersch, zahlreichen Titelabbildungen, 4 eingeklebten Fotos, 1 Zeichnung von Christel Bock

 

Inhalt

001 Vorbemerkung zur 1. Auflage

002 Vorbemerkung zur 2. Auflage

003 Werner Helwig – Ein kurzer Lebenslauf

In den folgenden Kapiteln werden die dazugehörigen Helwig-Bücher vorgestellt (im Themenzusammenhang, meist mit Entstehungsgeschichte, Inhaltsangabe, Rezensionsausschnitten, Titelabbildungen usw.)

005 Die Griechenlandromane

011 Der übrige Süden

017 Der Norden

020 Eine Satire

021 Totenklage

022 Die Erzählungen

026 Lyrik

032 Jugendbewegung

037 Werner Helwig und Hans Henny Jahnn

040 Rezensionen und Essays

046 Ergänzungen und Schluss

050 Nachwort von Richard Bersch: „Leiblich denken. Von der ‚Wirklichkeit’ des Leibes und der Natur“

Anhang der 2. Auflage

054 Antiquariatshinweise

054 Übersicht: Antiquariatspreise der wichtigsten Erstausgaben 1990/91

057 Ergänzungen „Die Griechenland-Romane“

064 Ergänzungen „Der übrige Süden“

066 Werner Helwig: Sibyllinische Weissagungen

(Aus der unveröffentlichten Erstfassung des Romans „Trinakria“)

070 Ergänzungen „Der Norden“

072 Ergänzungen „Eine Satire“ und „Totenklage“

073 Ergänzungen „Die Erzählungen“

077 Ergänzungen „Lyrik“

079 Werner Helwig: Im Dünenschutt der Stunden

084 Ergänzungen „Jugendbewegung“

087 Rezension: Lieder von Werner Helwig

088 Ergänzungen „Helwig und Jahnn“

090 Ergänzungen „Rezensionen und Essays“

092 Allgemeine Ergänzungen

095 Die Erstausgaben

099 Aus dem Briefwechsel zwischen Erik Martin und Werner Helwig

111 Werner Helwig: Geburtstagsdank

112 Exlibris

113 Der Kranich

(Gedicht von Karl Lubomirski für Werner Helwig)

114 Brecht Stempel: Fotos aus den Jahren 1929 bis 1934

122 Ein Helwig-Abend mit Hai & Topsy

123 Die Krähenschreie (Ein Brief von Hai Frankl)

126 Titel-und Personenregister

130 Letzte Nachträge

Ferner: Suche nach Helwig-Büchern / Leserbriefe / FAZ-Artikel über den Muschelhaufen u.a.

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Aus einer Buchbesprechung von Otto Weise:

 

[…] Dieser Muschelhaufen stellt eine reiche, eine überreiche Fülle von Informationen über Leben, Werk und Schicksal Helwigs zusammen. Es wird deutlich, in welchen Spannungen das Leben des Dichters verlief: unermüdlich tätig, Verbindungen anknüpfend und weiterführend, junge Freunde ermunternd, den politischen und literarischen Strömungen der Zeit widerstehend – nicht in subjektivem Jammer, sondern in objektiver Empörung.

Werner Helwig stand mit vielen bedeutenden Menschen in enger Verbindung, auch und vor allem mit Außenseitern und Querdenkern. Zu nennen sind Namen wie Theodor Däubler, Ernst Fuhrmann, Rudolf Pannwitz, Wilhelm Lehmann, Hans Henny Jahnn (auch er in der Frühzeit Mitglied einer freideutschen Gruppe), A. V Thelen, Günter Eich, Eberhard Köbel, Wilhelm Pferdekamp – und viele andere.

Das Ganze wird auf eine eigenartige und skurrile Art dargeboten: in einem bunten Durcheinander von Berichten, Zitaten, (z. T. ungedruckten) Originaltexten, Antiquariatshinweisen, Rückverweisen und (besonders aufschlußreich) vielen Wiedergaben von Bucheinbänden. Die Register sind sorgfältig gearbeitet, so daß das Ganze keinen Augenblick den inneren Zusammenhang verliert.

Diese Veröffentlichung ist eine zweite, stark vermehrte Auflage, ist aber – wie sein Vorgänger – in einer Mini-Auflage erschienen: je 350 Exemplare – eine geradezu lächerliche Zahl gegenüber dem Übermaß an Arbeit und Liebe, das der Herausgeber aufgebracht hat.

Es erhebt sich die Frage: Wer wird diese Arbeit je gebührend würdigen und auswerten? Sie ist auf jeden Fall eine bedeutende Vorleistung für eine Gesamtdarstellung des Werkes von Werner Helwig. […]

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Erich Meier in der Zeitschrift „Der Eisbrecher“. Nr. 2/91. Südmarkverlag. Witzenhausen 1991:

 

Unter welchen Bedingungen Leben durchgehalten und ihnen ein Werk abgerungen werden konnte, wird in dem Briefwechsel Helwigs mit dem Herausgeber deutlich. Er macht betroffen und desillusioniert angesichts der „schwarzen Wucht“ des abhanden gekommenen „Vertrauens darauf, daß die Schöpfung Erde je damit fertig wird, was der Mensch da global verübt“. - Vielleicht verhilft Erik Martins bewundernswerte Bemühung um Werner Helwig, Lesern dieser Zeilen zur Wieder- oder Neuentdeckung eines Werkes, dem nach wie vor die Kraft der Begeisterung und Verzauberung durch Poesie innewohnt, das aber auch zur Besinnung und Umkehr vor dem Absturz in eine weltweite Katastrophe aufzurütteln vermag.

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Klaus Eickhoff im „Bücherspiegel“ der „Ludwigsteiner Blätter“:

 

Der „Muschelhaufen“, ein eigenartiges Druckwerk zwischen Zeitschrift, Buch und Nachschlagewerk […] Beim ersten Durchblättern beeindrucken die ausführlichen und genauen bibliografischen Angaben zu den vielen Auflagen der bekannteren Bücher – E. Martin ist ein Genauigkeitsfanatiker –, aber bald kommt man ins Lesen und erfährt, z.B. aus den Briefen der 70er Jahre, viel über die Persönlichkeit Helwigs, viel mehr, als man landläufig aus seinen Büchern weiß. Aber auch die Auszüge aus Essays und Rezensionen machen betroffen; der Leser gewinnt ein neues, vielfältiges Bild des Autors der „Raubfischer in Hellas“ und anderer Reise- und Abenteuerbücher. Wer kommt nicht ins Nachdenken über den Satz: „Wir nehmen beim Lesen viel mehr ‚Welt’ in uns hinein, als uns normalerweise zustünde“, geschrieben in dem Aufsatz „Abenteuer des Lesens“. […]

 

 

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